FSV 06 Ohratal e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht 11Teamsports Landesklasse Staffel 3, 7.ST

FSV Waltershausen   FSV 06 Ohratal
FSV Waltershausen 0 : 4 FSV 06 Ohratal
(0 : 2)
1.Mannschaft   ::   11Teamsports Landesklasse Staffel 3   ::   7.ST   ::   29.09.2019 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

3x Marty Jung, Michael Jüngling

Assists

Oliver Thomann, Ernst Gorf, Stephan Kubirske

Zuschauer

110

Torfolge

0:1 (6.min) - Marty Jung per Kopfball (Oliver Thomann)
0:2 (40.min) - Marty Jung (Ernst Gorf)
0:3 (59.min) - Marty Jung
0:4 (82.min) - Michael Jüngling (Stephan Kubirske)

Ohratal ließ Waltershausen im Regen stehen!

Auf der Arno Müller Sportanlage in Waltershausen kam es zum „kleinen“ Derby. Das Heimteam FSV Waltershausen hat diese Saison Schwierigkeiten in die Spielzeit zu kommen und man belegte vor dem Spieltag den vorletzten Platz der Landesklasse 3 mit einer Bilanz von 11 zu 22 Toren und lediglich 2 Punkten. Anders der Gast aus dem Ohratal. Bislang ohne Niederlage, mit einem Torverhältnis von 17 zu 4 Toren und 16 Punkten, reiste man als Tabellenführer zum Auswärtsspiel an. Selten war ein Derby in seinen Vorzeichen so unterschiedlich, was im Fussball jedoch nie etwas zu bedeuten hat.

Aber um nicht weiter unnötig künstliche Spannung aufzubauen: Das Spiel war so eindeutig wie die Tabellenkonstellation. Gästetorwart O. Apel konnte einem Leid tun, musste er in 90 Minuten nicht einmal sein Können unter Beweis stellen. Bei widrigen äußeren Bedingungen nicht gerade das, was man sich als Torhüter wünscht. Als Heimteam war der FSV Waltershausen nach vorn erschreckend schwach, mut- und kraftlos präsentierte man sich den heimischen Anhängern. Oder mit anderen Worten: Es fehlt einfach die Qualität um etwas Zählbares aus so einem Spiel mitzunehmen!?

Mit dem Anpfiff der souverän leitenden Schiedsrichterin L. Thieme waren die Gäste vom FSV 06 Ohratal im Dauerballbesitz und ließen das Heimteam laufen. Ohne aber überhastet und blind auf die Waltershäuser Abwehr zuzurennen. Es waren genau 3 Torchanchen in der 1.Halbzeit und 2 davon setzte man in Zählbares um. Nachdem Thomas „Günther“ Schönau noch die einzige nicht genutzte Chance (5. Minute) liegen ließ, in dem er den Ball am Pfosten vorbei legte, konnte in der gleichen Minute die 2. Chance verwertet werden. O. Thomann konnte sich auf der rechten Außenbahn durchsetzen und flankte punktgenau auf den am zweiten Pfosten wartenden M. Jung. Dieser setzte sich im Luftkampf gegen seinen Bewacher F. Blauth geschickt durch und platzierte den Kopfball per Bogenlampe über Torwart P. Böhm in das Tor. Im weiteren Spielverlauf passierte nicht viel, bis auf den einsetzenden Regen. Des Weiteren gab es genau noch diesen einen Höhepunkt. Ein Foulspiel von K. Ewald, das mit Gelb geahndet wurde, zog einen Freistoss von der linken Mittelfeldseite nach sich. Diesen trat Kapitän P. Kiebert direkt auf den Kopf von E. Gorf, wuchtig köpfte dieser Richtung Tor wo M. Jung (40.) aus einem Meter nur noch das Leder über die Linie schieben musste. Einzig nennenswerte Offensivaktion der Gäste war der Kopfball von K. Ewald nach einer Ecke in der 24. Minute. Aber diesen als Chance zu werten, wäre mehr als großzügig und wohlwollend dem Heimteam gegenüber.

Noch eindeutiger wurde die 2. Halbzeit, ab der 59. Minute gab es Chancen das Ergebnis weitaus höher zu gestalten. Seinen Torhunger gestillt hatte dann Torjäger M. Jung endgültig mit dem 3-0 in selbiger Minute. Wieder war sein Gegenspieler F. Blauth zu weit weg und M. Jung nutzte ein Zuspiel von P. Kiebert um mit einem satten trockenen Schuss mit Links in das rechte Eck zu vollstrecken. In Außenverteidiger F. Blauth wird der Name „Jung“ nicht immer gute Erfahrungen wecken in geraumer Zeit! Jetzt erspielten sich die Gäste gegen immer müder werdende Heimspieler Chance über Chance. Aber nur noch einmal konnte man eine Möglichkeit in Zählbares ummünzen. In der 82. Minute nutzte M. Jüngling einen Steckpass vom nach einer langwierigen Verletzung wiedergenesen S. Kubirske zum 4-0 Endstand. Von Waltershausen kam in den zweiten 45 Minuten nicht ein Torschuss, oder etwas ähnliches was man so bezeichnen könnte.

Ohratal riss sich kein Bein aus, aber man spielte 90 Minuten im Stile einer Spitzenmannschaft. Für Waltershausen ist mit so einer Leistung „die Versetzung“ gefährdet, sprich der Weg aus dem Tabellenkeller wird ein langer und beschwerlicher. Absolut positiv erwähnen sollte man, wie auch in der letzten Woche bei der Schiedsrichterin N. Dieckmann, die Leistung der Schiedsrichterin L. Thieme. Mit ihrer Art und ihrem Fingerspitzengefühl hatte sie das Spiel stets im Griff und es war gefühlt immer Ruhe auf dem Platz. Das waren 2 Paradebeispiele, wie man ein Fussballspiel professionell leiten kann!


Quelle: Sven Pfeiff

Fotos vom Spiel